25. Spieltag: OFC Neugersdorf – Hallescher FC 0:2 (0:0)

Sonntag, 23.3.2003
Bei schönen sonnigen Frühlingswetter hatten die Gäste von der Saale die erste Chance. Eine Eingabe von Klose ging aber an Freund und Feind vorbei ins Aus. Der OFC, aus einer leichten Konterstellung heraus spielend, meldete sich nach 5. Minuten durch ein Behring-Solo zu Wort. Sein Schuß wurde aber von der Gästeabwehr abgeblockt. Kurz danach wurde ein Freistoß durch die Gäste schnell ausgeführt. Dariusz Kurzeja spielte seinen Bruder Mariusz an, der freistehend vor OFC-Torhüter Barta am langen Eck vorbei zirkelte.
Spielszene1
Eine weitere Chance für die Einheimischen nach 10 Minuten: Ein Schuß von Behring von der Strafraumgrenze wurde aber erneut abgeblockt. Nach einer Viertelstunde standen die agilen Kurzejas wieder im Mittelpunkt des Geschehens. Die Aktion konnte aber Barta bereinigen. Die zweite Ecke des OFC, von Sigan geschlagen, wurde aus 20 m von Küttner direkt genommen. HFC Torhüter Paden stand aber im richtigen Ecke.
Dann hatte OFC-Rechtsaußen Kästner zwei Möglichkeiten. Erwin In der 22. Minute einen Drehschuß und vier Minuten später klärten Wellington und Eberhardt gemeinsam bei einem Heber ins lange Eck. Gefahr drohte dem OFC Kasten nach einer halben Stunde. In der Vorwärtsbewegung verliert Hecht den Ball und HFC-Verteidiger Schädlich spielt M.Kurzeja an, der übers Tor schießt. Fast im Gegenzug dann wieder eine vielversprechende Aktion der Oberländer: Behring wurde steil geschickt. Nach Anspiel auf Efe verfehlt dieser aber das Ziel. Ein herber Verlust dann mit dem Pausenpiff. Verteidiger Winkler verletzte sich so schwer, dass er das Spiel nicht mehr fortsetzen konnte. Ein gerechtes Unentschieden in einer kurzweiligen Partie zur Halbzeit.
Nach 50. Spielminuten mußte der OFC in Führung gehen. Der eingewechselte Sturm spielt Behring mustergültig frei. Dieser scheiterte aber kläglich am HFC-Schlußmann Paden. Danach verstärkten die Gäste ihren Angriffsdruck merklich. Ihr auffälligster Akteur M. Kurzeja kam in der 57. Minute zu einer weiteren Chance. Sein Schuß in der 57. Minute wurde aber abgewehrt. Die Gästeabwehr wehrte nach einer Stunde einen Kästner Schuß zur Ecke ab. Die Führung für den Halleschen FC nach. 70 Minuten. Ein normaler Zweikampf wurde vom Schiedrichter abgepfiffen. Den anschließenden Freistoß aus 25 m von M.Kurzeja fälschte die OFC Abwehr so unglücklich ab, das der fehlerfrei spielende Barta im OFC-Kasten keine Chance hatte. Der Ball landete im langen Eck. Nun versuchte der OFC wenigstens einen Punkt zu retten. Aber die Freistöße von Sigan und Thomas fanden nicht ihr Ziel. Die Angriffsbemühungen des OFC führten zwangsläufig zu Lücken in der Abwehr. Und fast folgerichtig fiel die endgültige Entscheidung in der 88. Minute. Kricke, der bisher in jeder Begegnung gegen den OFC sein Tor gemacht hatte, versenkte den Ball per Kopf ins OFC-Tor. Vorausgegangen war aber ein klares Foul.
Trotz dieser unglücklichen Niederlage zeigte der OFC mit seiner ersatzgeschwächten Mannschaft (3 Spieler gesperrt, 3 verletzt) eine gute Leistung in einer insgesamt sehenswerten Partie. Einziges Manko der OFC-Elf war die mangelnde Chancenverwertung beim Konterspiel.
Spielszene2
Trainerstimmen:
Schulz (OFC): "Ich denke, mit der Leistung meiner Mannschaft kann ich leben. Acht Stammspieler haben gefehlt und die Kaltblütigkeit hat uns gefehlt. Eine unglückliche Situation führte dann zum 0:1. Insgesamt hat die kämpferische Einstellung gestimmt. Die Schiedsrichterleistung war dagegen mit vielen Fehlern behaftet. Das war heute schon das zweite Spiel hintereinander, wo wir den Schieri nicht auf unserer Seite hatten. Der Freistoß, der zum 0:1 führte, war meiner Meinung nach keiner. Vielleicht gleicht sich das wieder aus."

Mankowski (HFC): "Aufgrund dessen, das wir uns mehr Chancen erarbeiteten, war der Sieg verdient. Wir haben hinten wenig zugelassen und hatten vorn 5:2-Chancen für uns. Außerdem hatten wir noch das schwere Pokalspiel in den Knochen. Wir spielten taktisch sehr klug. An den Schiedsrichtern kann man nicht viel aussetzen. Was ich zu beklagen hätte, dass ist die überharte Gangart der Gastgeber. Ich habe drei Spieler mit dickem Kiefer oder blauen Veilchen. Darüber müsste man mal reden."
Erich Scherbarth zur Hauptseite