26. Spieltag: FSV Zwickau – OFC Neugersdorf 4:1 (0:0)

Samstag, 5.4.2003
OFC-Trainer Matthias Schulz hatte seine Mannschaft gut auf die Zwickauer eingestellt. Sofort wurden die Angriffe der Heimmannschaft gestört und selbst versucht, den Gegner unter Druck zu setzen, was auch in den ersten 45 Minuten gelang. Bereits in der 5. Minute zog Haasler aus 25 m ab, doch sein Schuss ging über die Querlatte des FSV-Gehäuses. In der 8. Minute schlug Sigan eine Flanke von der linken Seite in den Sechzehner, Miltzow nahm den Ball direkt, doch Torwart Mewes war auf dem Posten. In der 17. Minute hatte Efe die große Möglichkeit, den OFC in Führung zu bringenn. Doch sein Schuss aus 8 m ging an den linken Torpfosten.
In der 22. Minute Ecke von links, Thomas zog den Ball genau auf Miltzow, dessen Kopfball ging knapp übers Tor. In der 39. Minute erkämpfte sich Miltzow den Ball im Zwickauer Strafraum, er spielte den Ball zum freistehenden Haasler, doch der war so überrascht, dass auch diese gute Chance kläglich vergeben wurde. Und zwei Minuten vor der Pause hatte erneut Efe eine sehr gute Möglichkeit. Doch auch diese wurde nicht genutzt. So hatte der OFC in der ersten Halbzeit mehr vom Spiel, jedoch wurden die sich bietenden Chancen vergeben. Die Zwickauer Konter blieben immer wieder in der OFC-Abwehr hängen, denn Maglica und seine Abwehr standen gut.
Was in der zweiten Spielhälfte geschah, war für die Anhänger der Neugersdorfer Mannschaft unbegreiflich. Bereits in der 47. Minute wurden die Zwickauer im Mittelfeld nicht gestört. Gerloff bediente Troche, welcher zur 1:0 Führung an Barta vorbei einschieben konnte. Neugersdorfer Mittelfeld und Hintermannschaft glichen einem einzigen Durcheinander. Man hatte alle guten Ansätze aus der ersten Hälfte vergessen und stand jetzt völlig neben dem Spiel.
Die Zwickauer spielten jetzt selbstbewusst und brachten den OFC arg in Bedrängnis. In der 58. Minute lief Troche in einen Pass von Krauß, ging allein auf Torwart Barta zu, dieser hielt großartig. In der 61. Minute konnte Chudzik mit dem Ball aus der eigenen Hälfte über das gesamte Spielfeld laufen. Kein OFC-Spieler vermochte ihn auf der linken Seite vom Ball zu trennen, auch Maglica im 16 m-Raum schaute nur zu und so erhöhte Chudzik mit einem Schuss unter die Querlatte zum 2:0. Unbegreiflich, wie man einen Gegenspieler ohne anzugreifen über das gesamte Spielfeld laufen ließ! Solche Situationen müssen schnellstens genau ausgewertet werdenn, denn hier fehlte die Abstimmung vollkommen.
Tomas Barta
So wie hier im Spiel gegen Dessau stand Tomas Barta in der zweiten Halbzeit oft im Mittelpunkt des Geschehens und verhinderte eine höhere Niederlage!
Bereits drei Minuten später erneut ein totales Durcheinander in der eigenen Abwehr und so konnte Weiß total freistehend (!!) zum 3:0 erhöhen. In der 75. Minute nahm Krauß ein Zuspiel direkt und sein Schuss knallte an die Querlatte des OFC-Tores. In der 76. Minute lief erneut Weiß allein auf Barta zu, doch der OFC-Tormann konnte großartig klären. Jetzt ließen die Zwickauer etwas nach und der OFC kam in der 78. Minute zu einem Freistoß, der von Thomas getreten wurde, doch Ladra köpft übers Tor. In der 80. Minute wurde die gesamte OFC-Hintermannschaft ausgespielt und Köcher brauchte nur noch ins leere Tor zum 4:0 einzuschieben. Fünf Minuten vor dem Ende ein OFC-Freistoß aus 20 m, den Haasler ausführte. Havel (lt. Spielprotokoll) konnte das Leder zum Ehrentreffer über die Linie schieben. In der 87. Minute musste Torwart Mewes sein ganzes Können aufbieten und einen Schuss von Neumann aus dem rechten Dreieck holen.

Mit dieser Niederlage ist der OFC wieder in alte Zeiten zurückgefallen. Jetzt bleibt dem Trainer wenig Zeit, um seine Mannschaft wieder aufzurichten. Denn die kommenden Aufgaben werden nicht leichter und verlangen von jedem Spieler, die 100%ige Leistung der ersten Halbzeit dieses Spieles zu bringen. Sonst werden wir bald mit den unteren Rängen der Tabelle in Konflikt kommen.
Trainerstimmen:
R. Doege (Zwickau):
"Das Positive zur Pause war, dass es noch 0:0 stand. Entsprechend laut ging es in der Kabine zu. Das Gewitter war mal angebracht. Wir haben ja in der ersten Hälfte fast jeden Kopfball verloren. In der zweiten Hälfte war eine deutliche Steigerung zu erkennen."

M. Schulz (Neugersdorf): "Ich bin mit meiner Mannschaft nicht zufrieden. Wir haben in der ersten Halbzeit kompakt gestanden, durch schnelle Konter drei bis vier Chancen herausgespielt, sie aber nicht verwertet. In der zweiten Halbzeit hatten wir mit böigem Gegenwind zu kämpfen. Unser Abwehrverhalten war unter aller Sau. Bei uns wird es das Gewitter nach dem Spiel geben und es wird eine Weile andauern."
 
Karl-Heinz Berndt zur Hauptseite