29. Spieltag: OFC Neugersdorf – VfB Leipzig 0:1 (0:0)

Donnerstag, 1.5.2003
Die Abstiegsglocken läuten im Oberland immer lauter. Normalerweise klingt das Ergebnis nach Normalität. Aber die Leipziger waren nach den Turbulenzen der letzten Woche nur mit einer verstärkten Nachwuchsmannschaft gekommen. Nach den ausgesprochenen Kündigungen fehlten Leistungsträger wie Grundmann, Breitkreuz, Renn, Gunkel oder Sadlo. Insgesamt waren nur acht Mann dabei, die zum Stamm der Oberligaelf gehören.
Spielszene1 Zu Beginn der Partie sah es für den OFC noch gut aus. Bereits nach 2 Minuten gab es einen gefährlichen Kopfball. Die erste Aktion für OFC-Keeper Barta dann nach fünf Minuten. Ein Hinterhaltsschuss von Breitkopf stellte aber für ihn kein Problem dar. Glück hatte er dann in Minute 10. Bei einem Missverständnis zwischen ihm und den Verteidigern Winkler und Maglica schaltete Breitkopf am schnellsten. Sein abgeblockter Schuss ging aber knapp über die Querlatte. Insgesamt war der OFC in dieser Phase die agilere Mannschaft. Nach reichlich einer viertel Stunde lenkte Israel einen Thomas-Freistoß zu Miltzow. Dessen Kopfball klatschte an die Querlatte und wurde anschließend aus der Gefahrenzone befördert.
Nach 19 Spielminuten kratzte die Gästeabwehr einen Drehschuss von Haasler von der Linie. In der Folge verflachte das Spiel zusehends. Weder die Gäste noch die Einheimischen brachten nennenswerte Aktionen zu Stande. Kurz vor der Pause setzte sich der diesmal als Stürmer agierende Israel auf der rechten Seite durch. Seine Eingabe konnte Miltzow leider nicht verwerten.
Gleich nach dem Seitenwechsel gab es nach einen Eckball Gefahr durch einen Miltzow-Kopfball. Gästetorhüter Schöne pflückte den Ball aber herunter. Israel verfehlte in der 55 Minute mit einen Schuss aus halbrechter Position das Gästetor. Ebenso erfolglos war der Weitschuss von Haasler zwölf Minuten später. Aufregung dann in der 67. Minute. Ein Einsteigen von hinten gegen Hecht wird vom gut amtierenden Schiedrichter Cyrklaff aus Laubsdorf mit Rot gegen Baum vom VfB geahndet.
Spielszene2
Mit dieser zahlenmäßigen Überlegenheit hofften die Zuschauer nun auf das spielentscheidende Tor. Die Chance bestand kurz nach dem Platzverweis, als Studeny in den gegnerischen Strafraum eindrang und sein Schussversuch fast zu einen Eigentor der Gäste geführt hätte. Der Ball sprang aber knapp am Posten vorbei. In der 75. Minute landete über die Stationen Neumann und den eingewechselten Behring der Ball bei Miltzow. Der Ball strich am rechten Dreiangel vorbei ins Aus. Damit setzten sich leider die Ladehemmungen des bisher erfolgreichsten OFC-Stürmers auch in dieser Partie fort.
Spielszene3
Der OFC warf danach alles nach vorn und vergaß trotz numerischer Überlegenheit die Absicherung des eigenen Gehäuses. Somit folgte der schon bekannte Ablauf: Der OFC kann seine Chancen nicht verwerten und der Gast macht aus wenigen klaren Situationen sein Tor und damit den Sieg. Drei Minuten vor Spielende wurde ein OFC-Angriff abgefangen. Der Ball erreichte Adler. Der stürmte von der Mittellinie auf Barta zu und vollendete eiskalt.
Mit dieser unnötigen Niederlage landet der OFC noch tiefer im Abstiegsstrudel. Die Mannschaft wirkte insgesamt verunsichert und einigen Spielern schien der Ernst der Lage noch nicht bewußt zu sein. Der Gegner konnte in puncto Einsatzbereitschaft, Laufbereitschaft und taktischen Verhalten als Vorbild genommen werden. Außer Libero Maglica wollte eigentlich keiner in der Mannschaft Verantwortung übernehmen.
 
Dieter Kühnel zur Hauptseite